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einen aufrechtstehenden Holzstamm eine sitzende Gruppe mit zwei Personen unterzubringen,
reizte mich als formales Problem. Aber dahinter stand inhaltlich die durch alle
Jahrhunderte um ihr totes Kind leidende Mutter, nicht nur die Mutter des Herrrn,
die Mater Dolorosa, das Vesperbild des Mittelalters und des Barock, sondern
alle Mütter die ihr totes Kind beweinen müssen. Die Gedanken um all
die Frauen, die um eines toten Kindes willen gelitten haben, es im Schmerz umklammerten,
- diese Gedanken führten das Schnitzeisen in meiner Hand und befreiten
das Bild der Mutter mit ihrem toten Sohn aus dem Holz. |